Die Leber: das Organ, das alles abbekommt
Alles, was ein Hund frisst, aufnimmt oder abbekommt, geht durch die Leber: Nährstoffe, Medikamente, Abbauprodukte des Stoffwechsels, Stoffe aus Futter und Umwelt. Sie baut auf, baut ab, speichert und entgiftet, rund um die Uhr. Die Milz ergänzt sie als Blutfilter und Teil des Immunsystems. Beide Organe sind leise. Sie beschweren sich nicht, sie arbeiten einfach weiter, bis sie es nicht mehr können. Deshalb sind Leberthemen beim Hund oft erst im Blutbild sichtbar, lange bevor der Hund selbst etwas zeigt.
Woran du eine belastete Leber erkennen kannst
Die Zeichen sind unspezifisch und genau deshalb leicht zu übersehen: Müdigkeit ohne Grund, schwankender Appetit, gelegentliches Erbrechen, weicher heller Kot, mattes Fell, mehr Trinken als sonst, ein leicht aufgeblähter Bauch. Bei älteren Hunden, nach längerer Medikamentengabe, nach Erkrankungen oder bei Hunden, die gern Unappetitliches fressen, lohnt sich ein Blick auf die Leberwerte. Deutliche Zeichen wie gelbliches Zahnfleisch oder gelbliche Augen sind ein Notfall.
Was Leber und Milz unterstützt
Drei Pflanzen haben in der traditionellen Anwendung einen festen Platz: Mariendistel mit ihrem Wirkstoff Silymarin, das mit der normalen Leberfunktion in Verbindung gebracht wird, Artischocke mit Cynarin, das den Gallefluss und damit die Fettverdauung unterstützt, und Löwenzahn als bitteres Kraut für Verdauung und Stoffwechsel. Rote Beete liefert Betalaine als Antioxidantien, Curcuma ergänzt. Dazu B-Vitamine, Zink und Selen, die die Leber für ihre Arbeit braucht. Genau diese Kombination steckt in Organkraft.
Organkraft oder Mariendistelöl: was passt
- Organkraft: das Pulver für Leber und Milz mit Mariendistel, Artischocke, Rote Beete, Löwenzahn, Curcuma und MSM, ergänzt um Vitamine, Zink und Selen. Täglich nach Gewichtstabelle ins Futter. Für Hunde mit erhöhten Leberwerten, nach Medikamenten, für Senioren und als Kur im Frühjahr.
- Mariendistelöl: reines, kaltgepresstes Öl aus Mariendistelsamen mit Silymarin und einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Die einfache Basis für die Leber, die nebenbei Haut und Fell unterstützt. Für Hunde, die Pulver meiden, oder als tägliche Ergänzung zu Organkraft.
Beides zusammen ist sinnvoll: Organkraft liefert die Breite an Pflanzenstoffen und Mikronährstoffen, das Öl die Fettsäuren und zusätzliches Silymarin.
Die Leber entlasten: was du im Alltag tun kannst
Keine Reste vom Tisch, besonders kein fettes Essen und nichts Gewürztes. Kein Kauartikel mit Konservierungsstoffen. Frisches Wasser immer. Bei Medikamenten, die dauerhaft gegeben werden, mit der Tierarztpraxis über Leberwerte-Kontrollen sprechen. Und: Gewicht halten, weil eine verfettete Leber schlechter arbeitet. Eine Kur über vier bis acht Wochen im Frühjahr, nach dem Winter mit weniger Bewegung und mehr Leckerlis, hat sich für viele Hunde bewährt.
Woran du merkst, dass es wirkt
Nach zwei bis drei Wochen fällt oft auf, dass der Hund munterer ist, das Fell glatter wird und der Kot geformter. Nach vier bis acht Wochen zeigt sich der Effekt dort, wo er zählt: im Blutbild. Wer die Leberwerte vor und nach einer Kur kontrollieren lässt, sieht schwarz auf weiß, ob es gewirkt hat. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber Nieren, Leber und Harnwege beim Hund.
Wann du zum Tierarzt solltest
Gelbliches Zahnfleisch, gelbliche Augen oder Haut, aufgeblähter Bauch, wiederholtes Erbrechen, Apathie, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder dunkler Urin sind Notfälle. Auch bei bekannt erhöhten Leberwerten, nach dem Fressen von etwas Giftigem und vor jeder längeren Medikamentengabe gehört die Leber in tierärztliche Hände. Ergänzungsfuttermittel unterstützen die normale Leberfunktion, sie behandeln keine Lebererkrankung und ersetzen keine Diagnose.