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Bernhardiner
Rassenberater · Hund

Bernhardiner

Der legendäre Bergretter mit Bärentatzen und unerschütterlicher Ruhe.

Größe
65 bis 90 cm
Gewicht
55 bis 90 kg
Lebenserwartung
8 bis 10 Jahre
Charakter
gutmütig, ruhig, kinderlieb

Der Bernhardiner auf einen Blick

Der Bernhardiner ist ein gutmütiger Riese aus den Schweizer Alpen mit ruhigem Wesen und beeindruckender Statur. Rassetypisch verdienen die Gelenke im langen Wachstum, das Magendrehungsrisiko, das Gewicht und ein früh beginnendes Seniorenalter besondere Aufmerksamkeit. Mit kontrolliertem Wachstum, konsequenter Fütterungsroutine und guter Vorsorge holst du das Beste aus der gemeinsamen Zeit heraus. Passende Solli's Produkte findest du direkt bei jedem Thema.

Unsere Empfehlung für den Bernhardiner

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Typische Gesundheitsthemen beim Bernhardiner

Diese Themen treten beim Bernhardiner statistisch häufiger auf. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern eine Einladung, früh hinzuschauen. Bei akuten Beschwerden gehört dein Tier immer in tierärztliche Hände.

Gelenke: das kritische erste Lebensjahr

Ein Bernhardinerwelpe legt im ersten Jahr enorm an Gewicht zu. In dieser Phase sind Knochen und Gelenke extrem empfindlich, Hüft- und Ellbogendysplasie sind bei der Rasse häufig.

Halte dich strikt an ein kontrolliertes Junior-Programm ohne Wachstumsschub, vermeide Treppen, Sprünge und lange Strecken und halte deinen Riesen ein Leben lang schlank. Gelenknährstoffe können die stark belasteten Gelenke früh und dauerhaft unterstützen.

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Magendrehung: das größte Akutrisiko

Große Rassen mit tiefem Brustkorb wie der Bernhardiner haben ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Magendrehung, die ohne sofortige Operation tödlich endet.

Füttere zwei bis drei kleinere Mahlzeiten, nutze einen Anti-Schling-Napf und sorge für Ruhe eine Stunde vor und nach dem Fressen. Sprich mit deinem Tierarzt über eine vorbeugende Magenanheftung. Unruhe, aufgeblähter Bauch und erfolgloses Würgen bedeuten: sofort in die Klinik.

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Gewicht: bei 80 Kilo zählt jedes Extra

Beim Bernhardiner wirkt sich Übergewicht besonders drastisch aus: Gelenke, Herz und Kreislauf tragen ohnehin eine enorme Last, jedes zusätzliche Kilo verkürzt die aktiven Jahre.

Wiege die Rationen ab, rechne Leckerlis ein und taste wöchentlich die Rippen, auch unter dem dichten Fell. Bei Neigung zu Übergewicht ist ein fettreduziertes Futter die richtige Basis.

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Frühes Seniorenalter: bewusst begleiten

Bernhardiner altern früh, ab etwa fünf Jahren beginnt die Seniorenphase mit ruhigerem Tempo, steiferen Bewegungen und nachlassender Muskulatur.

Angepasste Bewegung, große weiche Liegeflächen und altersgerechte Nährstoffe können Vitalität und Beweglichkeit unterstützen. Halbjährliche Vorsorge mit Herz-Abhören erkennt Veränderungen früh.

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Fütterung: So unterstützt du den Bernhardiner im Alltag

Beim Bernhardiner ist die Welpenfütterung die wichtigste Weichenstellung des gesamten Hundelebens. Zu energiereiches Futter oder zu große Mengen lassen ihn zu schnell wachsen und schädigen Gelenke und Skelett dauerhaft. Halte dich exakt an ein kontrolliertes Junior-Programm.

Ausgewachsen braucht er ein hochwertiges Futter mit moderatem Energiegehalt, verteilt auf zwei bis drei Mahlzeiten. Anti-Schling-Napf und Ruhe rund ums Fressen sind wegen des Magendrehungsrisikos Pflicht.

Ergänzend gehören Gelenknährstoffe bei dieser Größenklasse früh in den Napf, ab dem mittleren Alter unterstützt von Senioren-Nährstoffen für Vitalität und Beweglichkeit.

Vom Welpen bis zum Senior: worauf du wann achtest

Welpe

Langsam wachsen lassen: exakte Junior-Fütterung, keine Treppen, keine Sprünge, kurze Spaziergänge und sehr viel Schlaf.

Adult

Moderate tägliche Bewegung in kühlen Stunden, Gewicht streng kontrollieren und Gelenke gezielt unterstützen.

Senior

Ab etwa fünf Jahren halbjährliche Checks, große weiche Liegeflächen und Beweglichkeit mit Gelenk- und Seniorennährstoffen begleiten.

Rasseportrait: Bernhardiner

Der Bernhardiner verdankt seinen Namen dem Hospiz auf dem Großen St. Bernhard, wo seine Vorfahren im Schnee verirrte Reisende aufspürten. Diese Vergangenheit hat ihm ein Wesen hinterlassen, das bis heute besticht: ruhig, gutmütig und völlig unaufgeregt.

Im Alltag ist er ein erstaunlich entspannter Mitbewohner, der viel schläft und Nähe zu seiner Familie sucht. Mit Kindern ist er geduldig, gegenüber Fremden freundlich zurückhaltend. Sein Wachtrieb ergibt sich vor allem aus seiner Erscheinung.

Sein Bewegungsbedarf ist moderat: ruhige, ausgedehnte Spaziergänge passen zu ihm, wilde Sprints und Hundesport nicht. Im Wachstum gelten strenge Grenzen, denn kein Körper legt in einem Jahr so viel Masse zu wie der eines Bernhardiners.

Hitze verträgt er schlecht, sein dichtes Fell stammt aus den Alpen. Beim Fell gibt es zwei Varianten, kurz- und langhaarig, beide haaren kräftig und brauchen zwei- bis dreimal wöchentliches Bürsten. Sabbern gehört bei ihm dazu, ein Handtuch am Türrahmen ist Standard.

Gesundheitlich gilt es ehrlich zu sein: Riesenrassen leben kürzer, 8 bis 10 Jahre sind realistisch. Gelenke, Magendrehung und Herz sind die Hauptthemen, und wer sie kennt, kann viel für gute Jahre tun.

Häufige Fragen zum Bernhardiner

Wie alt wird ein Bernhardiner?
Im Schnitt 8 bis 10 Jahre, wie bei den meisten Riesenrassen. Kontrolliertes Wachstum, schlanke Linie, Gelenkpflege und Vorsorge gegen Magendrehung sind die wirksamsten Hebel für möglichst viele gute Jahre.
Wie viel Bewegung braucht ein Bernhardiner?
Ausgewachsen etwa eine bis anderthalb Stunden ruhige Bewegung täglich, verteilt auf mehrere Runden. Im Wachstum deutlich weniger und ohne Treppen oder Sprünge. Er ist ein gemütlicher Wanderbegleiter, kein Sportler.
Sabbert ein Bernhardiner wirklich so viel?
Ja, die schweren Lefzen halten den Speichel nicht zurück, besonders nach dem Trinken und bei Wärme. Ein Handtuch in Reichweite gehört zum Alltag. Krankhaft ist das nicht, nur eine Frage der Gelassenheit.
Verträgt ein Bernhardiner Hitze?
Schlecht: Sein dichtes Fell stammt aus den Alpen, dazu erschwert die große Körpermasse die Wärmeabgabe. Im Sommer gehören Spaziergänge in die kühlen Stunden, dazu Schatten, kühle Böden und ständig frisches Wasser.
Stela E. Seemann

Fachlich geprüft von

Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin und Gründerin von Solli's

Unsere Rasseseiten werden fachlich geprüft und regelmäßig aktualisiert, damit du dich auf die Inhalte verlassen kannst.

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Hinweis: Unsere Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.