Scheinschwangerschaft beim Hund - Ursachen, Symptome und Hilfe

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz beantwortet
Eine Scheinschwangerschaft (Scheinträchtigkeit) ist ein hormonell bedingter, im Grunde normaler Zustand einige Wochen nach der Läufigkeit. Die unkastrierte Hündin verhält sich und sieht aus, als wäre sie trächtig: Sie baut Nester, bemuttert Spielzeug, das Gesäuge schwillt an, manchmal bildet sich Milch. Meist klingt das von selbst innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Unterstützen kannst du mit Ablenkung und Ruhe, bei starker Milchbildung oder Beschwerden hilft der Tierarzt.

Was ist eine Scheinschwangerschaft?

Nach der Läufigkeit durchläuft jede unkastrierte Hündin hormonell eine Phase, die einer Trächtigkeit ähnelt, unabhängig davon, ob sie gedeckt wurde. Bei manchen Hündinnen zeigt sich das deutlich als Scheinschwangerschaft. Das ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher hormoneller Vorgang.

Typische Anzeichen

  • Nestbauverhalten und Bemuttern von Spielzeug oder Kuscheltieren
  • angeschwollenes Gesäuge, teils mit Milchbildung
  • verändertes Verhalten: anhänglich, unruhig oder zurückgezogen
  • veränderter Appetit

Was du tun kannst

  • Für Ablenkung sorgen: mehr Spaziergänge, Spiel und Beschäftigung.
  • Die Fixierung aufs „Baby" nicht zusätzlich fördern.
  • Das Gesäuge in Ruhe lassen, nicht massieren oder ausmelken, das regt die Milchbildung weiter an.
  • Geduld haben, meist klingt es von selbst ab.
Zum Tierarzt solltest du, wenn das Gesäuge hart, gerötet oder schmerzhaft wird (Gefahr einer Gesäugeentzündung), wenn sehr viel Milch gebildet wird, deine Hündin stark leidet oder die Scheinschwangerschaft immer wieder heftig auftritt. Eine Kastration kann wiederkehrende Scheinschwangerschaften verhindern, das besprichst du mit dem Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist eine Scheinschwangerschaft gefährlich?
Meist nicht, sie klingt oft von selbst ab. Bei starker Milchbildung oder Beschwerden aber abklären lassen.

Wie lange dauert sie?
In der Regel etwa zwei bis drei Wochen.

Darf ich das Spielzeug wegnehmen?
Nicht abrupt. Besser für Ablenkung sorgen und die Fixierung nicht verstärken.

Wie kann ich vorbeugen?
Eine Kastration verhindert wiederkehrende Scheinschwangerschaften. Ob sie sinnvoll ist, klärt der Tierarzt.

Fazit

Die Scheinschwangerschaft ist ein natürlicher hormoneller Zustand nach der Läufigkeit, der meist von selbst abklingt. Mit Ablenkung und Ruhe hilfst du deiner Hündin, das Gesäuge lässt du in Ruhe. Bei starker Milchbildung, Schmerzen oder häufiger Wiederkehr ist der Tierarzt gefragt. Mehr im Ratgeber zur Läufigkeit der Hündin.

Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder starker Milchbildung wende dich an deine Tierarztpraxis.

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