Ausschlussdiät beim Hund – Was du wissen solltest
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was ist eine Ausschlussdiät?
Bei einer Ausschlussdiät werden alle bisherigen Futterbestandteile weggelassen und der Hund bekommt nur eine neue, gut verträgliche Protein- und Kohlenhydratquelle. So lässt sich eingrenzen, ob und worauf er mit einer Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit reagiert.
Wann sie sinnvoll ist
Sinnvoll ist sie bei wiederkehrenden Beschwerden, die auf eine Futtermittelunverträglichkeit hindeuten können, etwa Juckreiz, Durchfall, Erbrechen, Hautrötungen oder wiederkehrende Ohrenentzündungen. Chronische Magen-Darm-Beschwerden wie bei einer IBD sollten vorher tierärztlich eingeordnet werden.
So läuft sie ab
- Neue Proteinquelle wählen, die dein Hund noch nie hatte, zum Beispiel Pferd oder Insekt.
- Neue Kohlenhydratquelle wählen, etwa Süßkartoffel oder Kürbis.
- Strikt 8 bis 12 Wochen nur diese beiden Komponenten füttern, dann Futtermittel einzeln wieder einführen und beobachten.
Welches Futter passt?
Geeignet sind hypoallergene Futter mit einer einzigen Protein- und Kohlenhydratquelle oder hydrolysierte Spezialfutter. Passende Sorten findest du in unserer Hundefutter-Kollektion.
Häufige Fragen
Wie lange dauert sie?
Mindestens 8 bis 12 Wochen, damit sich ein Effekt zuverlässig zeigt.
Darf es zwischendurch Leckerlis geben?
Nein. Schon Kleinigkeiten verfälschen das Ergebnis.
Was, wenn es nicht hilft?
Dann mit dem Tierarzt weitere Ursachen prüfen, etwa Umweltallergien.
Fazit
Die Ausschlussdiät ist der zuverlässigste Weg, einen Futterauslöser zu finden, verlangt aber Konsequenz und tierärztliche Begleitung. Wichtig sind eine wirklich neue Protein- und Kohlenhydratquelle, striktes Durchhalten über 8 bis 12 Wochen und das schrittweise Wiedereinführen. Mehr im Ratgeber Allergie.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Plane eine Ausschlussdiät gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis.