Hundekrallen natürlich abnutzen: Eine Anleitung zur natürlichen Krallenpflege
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Wie nutzen sich Krallen natürlich ab?
Beim Laufen auf hartem, rauem Untergrund werden die Krallen wie an einer Feile abgeschliffen. Hunde, die viel auf Asphalt oder Steinwegen unterwegs sind, brauchen daher seltener eine Krallenschere als reine Wiesen- und Waldhunde.
So förderst du den natürlichen Abrieb
- Bewegung auf hartem Boden: regelmäßige Spaziergänge auf Asphalt oder Gehwegen.
- Abwechslungsreiche Strecken: verschiedene Untergründe nutzen unterschiedliche Krallen ab.
- Kratzbrett-Training: ein raues Brett, an dem dein Hund auf Kommando kratzt, feilt gezielt die Vorderkrallen.
- Genug Aktivität: ausreichend Bewegung hält die Krallen kürzer.
Wann Schneiden trotzdem nötig ist
Hörst du ein Klackern auf hartem Boden, biegen sich die Krallen oder stehen sie sichtbar über, müssen sie gekürzt werden. Zu lange Krallen verändern die Pfotenstellung, können einreißen und Schmerzen verursachen.
Häufige Fragen
Muss ich die Krallen dann gar nicht mehr schneiden?
Meist doch, zumindest Wolfs- und Hinterkrallen. Der Abrieb reduziert nur die Häufigkeit.
Wie erkenne ich zu lange Krallen?
Am Klackern auf hartem Boden und wenn sie im Stand den Boden berühren.
Was ist ein Kratzbrett?
Ein raues Brett, an dem dein Hund auf Signal kratzt und so die Krallen selbst abfeilt.
Wie oft kürzen?
Je nach Abrieb, oft alle paar Wochen. Lieber öfter wenig als selten viel.
Fazit
Mit viel Bewegung auf hartem Boden und einem Kratzbrett nutzen sich die Krallen deines Hundes gut ab, und du musst seltener schneiden. Wolfs- und Hinterkrallen brauchen aber fast immer Pflege. Klackern die Krallen, ist es Zeit zum Kürzen.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei eingerissenen oder zu lang gewachsenen Krallen wende dich an deine Tierarztpraxis.