Liegeschwielen beim Hund: Ursachen, Vorbeugung und Behandlung
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was sind Liegeschwielen?
An Stellen, die beim Liegen viel Druck abbekommen, verdickt und verhärtet sich die Haut zum Schutz. Das Fell fällt dort aus, die Haut wird ledrig. Meist ist das ein rein kosmetisches Thema, kein Schmerz.
Warum sie entstehen
- Harte Böden: Fliesen oder dünne Unterlagen als Liegeplatz.
- Gewicht und Größe: schwere und große Hunde drücken stärker auf die Gelenke.
- Alter: ältere Hunde liegen mehr und haben dünnere Haut.
- Wenig Polsterung an knöchernen Körperstellen.
Was du tun kannst
- Biete weiche, orthopädische Liegeplätze an, gerade an Lieblingsplätzen.
- Halte die Haut geschmeidig, etwa mit einer hautverträglichen Pflege.
- Kontrolliere die Schwielen regelmäßig auf Risse oder Rötungen.
- Achte auf ein gesundes Gewicht, das entlastet die Gelenke, siehe Gelenke und Arthrose.
Häufige Fragen
Sind Liegeschwielen schmerzhaft?
Meist nicht. Erst wenn sie einreißen oder sich entzünden, tun sie weh.
Gehen sie wieder weg?
Bestehende Schwielen bleiben oft, lassen sich mit weichen Liegeplätzen aber verbessern und am Fortschreiten hindern.
Welche Hunde sind betroffen?
Vor allem große, schwere und ältere Hunde.
Wie beuge ich vor?
Mit weichen, orthopädischen Liegeplätzen und gesundem Gewicht.
Fazit
Liegeschwielen sind meist harmlos und vor allem ein Zeichen für harte Liegeplätze. Mit weicher Polsterung, Hautpflege und einem gesunden Gewicht hältst du sie in Schach. Reißen sie ein oder entzünden sie sich, ist der Tierarzt gefragt.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei eingerissenen oder entzündeten Schwielen wende dich an deine Tierarztpraxis.