Der Bernhardiner verdankt seinen Namen dem Hospiz auf dem Großen St. Bernhard, wo seine Vorfahren im Schnee verirrte Reisende aufspürten. Diese Vergangenheit hat ihm ein Wesen hinterlassen, das bis heute besticht: ruhig, gutmütig und völlig unaufgeregt.
Im Alltag ist er ein erstaunlich entspannter Mitbewohner, der viel schläft und Nähe zu seiner Familie sucht. Mit Kindern ist er geduldig, gegenüber Fremden freundlich zurückhaltend. Sein Wachtrieb ergibt sich vor allem aus seiner Erscheinung.
Sein Bewegungsbedarf ist moderat: ruhige, ausgedehnte Spaziergänge passen zu ihm, wilde Sprints und Hundesport nicht. Im Wachstum gelten strenge Grenzen, denn kein Körper legt in einem Jahr so viel Masse zu wie der eines Bernhardiners.
Hitze verträgt er schlecht, sein dichtes Fell stammt aus den Alpen. Beim Fell gibt es zwei Varianten, kurz- und langhaarig, beide haaren kräftig und brauchen zwei- bis dreimal wöchentliches Bürsten. Sabbern gehört bei ihm dazu, ein Handtuch am Türrahmen ist Standard.
Gesundheitlich gilt es ehrlich zu sein: Riesenrassen leben kürzer, 8 bis 10 Jahre sind realistisch. Gelenke, Magendrehung und Herz sind die Hauptthemen, und wer sie kennt, kann viel für gute Jahre tun.