Leckekzem beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz beantwortet
Ein Leckekzem ist eine verdickte, oft wunde Hautstelle, die durch ständiges, zwanghaftes Lecken entsteht, meist an den unteren Beinen. Es ist ein Teufelskreis: Ein Auslöser wie eine Allergie, Schmerz, Langeweile oder Stress startet das Lecken, und das Lecken selbst hält die Stelle offen. Behandelt werden müssen deshalb beide Seiten, die Ursache und das Leckverhalten. Das gehört tierärztlich abgeklärt.

Was ist ein Leckekzem?

Fachlich spricht man von einer acralen Leckdermatitis. Durch das andauernde Lecken verdickt sich die Haut, sie wird wund, entzündet sich und heilt kaum ab, weil der Hund immer wieder daran leckt.

Mögliche Auslöser

  • Allergien: Juckreiz durch Futter- oder Umweltallergien, siehe Allergie beim Hund.
  • Schmerz: etwa in Gelenken unter der geleckten Stelle.
  • Parasiten oder Infektionen.
  • Langeweile oder Stress: Lecken als Beschäftigung oder Selbstberuhigung.
Das Tückische am Leckekzem ist der Teufelskreis: Am Anfang steht ein Auslöser, doch das Lecken wird schnell zur Gewohnheit und hält die Wunde offen, auch wenn die ursprüngliche Ursache längst weg ist. Deshalb reicht es nicht, nur die Stelle zu behandeln.

Behandlung

Der Tierarzt sucht die Ursache (etwa Allergie, Schmerz oder Parasiten), behandelt eine begleitende Infektion und hilft, das Lecken zu unterbrechen, zum Beispiel mit Leckschutz, Verband oder Bitterstoffen. Ebenso wichtig sind mehr Beschäftigung und weniger Stress, wenn das Verhalten mit hineinspielt.

Haut von innen unterstützen

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Eine wunde, verdickte oder nässende Leckstelle gehört tierärztlich behandelt. Sie nur abzudecken reicht nicht, weil die Ursache und das Verhalten bestehen bleiben und sich die Stelle infizieren kann.

Häufige Fragen

Warum leckt mein Hund immer dieselbe Stelle?
Oft wegen eines Auslösers wie Juckreiz oder Schmerz, der zur Gewohnheit wird.

Geht ein Leckekzem von allein weg?
Meist nicht, weil das Lecken es offen hält. Es braucht Behandlung von Ursache und Verhalten.

Hilft ein Leckschutz?
Er unterbricht das Lecken, löst aber nicht die Ursache. Beides gehört zusammen.

Kann Stress schuld sein?
Ja, Langeweile und Stress können Leckverhalten auslösen oder verstärken.

Fazit

Ein Leckekzem ist ein Teufelskreis aus Auslöser und Gewohnheit. Nachhaltig hilft nur, beides anzugehen: die Ursache tierärztlich klären und behandeln und das Lecken unterbrechen, unterstützt durch gesunde Haut von innen. Mehr im Ratgeber zu Haut und Fell.

Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei einer wunden Leckstelle wende dich an deine Tierarztpraxis.

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