Hunde Paarung: Alles, was du wissen musst
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Wann ist ein Hund deckbereit?
Geschlechtsreif werden Hündinnen meist zwischen dem 6. und 24. Monat, Rüden oft ab etwa 6 Monaten. Geschlechtsreif heißt aber nicht zuchtreif: Für eine Trächtigkeit sollte die Hündin körperlich und geistig ausgewachsen sein, in der Regel also nicht in der ersten Läufigkeit.
Der Zyklus der Hündin
Die Läufigkeit tritt etwa alle sechs Monate auf und läuft in vier Phasen:
- Proöstrus: blutiger Ausfluss, Rüden werden angelockt, noch nicht deckbereit.
- Östrus: deckbereit, Ausfluss wird heller. Die fruchtbare Phase.
- Metöstrus: kein Interesse mehr, Rückbildung.
- Anöstrus: Ruhephase bis zum nächsten Zyklus.
Mehr dazu im Ratgeber Läufigkeit und Hormone.
Vorbereitung und Begleitung
- Gesundheitschecks: beide Tiere auf Erbkrankheiten untersuchen lassen, aktueller Impf- und Entwurmungsstatus.
- Ruhige Umgebung: am besten das vertraute Zuhause der Hündin.
- Beaufsichtigung: aus der Distanz, um im Notfall eingreifen zu können.
- Geduld: oft braucht es mehrere Versuche.
- Nachsorge: die Hündin tierärztlich begleiten lassen.
Der Deckakt und das „Hängen"
Nach Annäherung und Aufreiten kommt es zur Paarung. Danach verharren die Hunde im sogenannten Hängen, verursacht durch eine Schwellung am Penis des Rüden. Das ist völlig natürlich und erhöht die Befruchtungschance.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich die Läufigkeit?
An blutigem Ausfluss, geschwollener Vulva, vermehrtem Markieren und Verhaltensänderungen.
Schon in der ersten Läufigkeit decken?
Nicht empfehlenswert, die Hündin ist noch nicht ausgereift.
Wie viele Welpen sind üblich?
Je nach Rasse und Größe wenige bis über zehn.
Wie lange dauert die Trächtigkeit?
Im Schnitt etwa 63 Tage (rund 58 bis 68).
Wie oft im Jahr decken?
In der Regel höchstens einmal, mit ausreichend Erholung für die Hündin.
Fazit
Eine Paarung will gut vorbereitet sein: der richtige Zeitpunkt im Zyklus, gesunde Elterntiere und tierärztliche Begleitung. Verantwortungsvolle Zucht stellt das Wohl von Mutter und Welpen an erste Stelle.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Für Zucht und Trächtigkeit ist die Begleitung durch deine Tierarztpraxis wichtig.