Traumeel beim Hund
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was ist Traumeel?
Traumeel ist kein einzelner Wirkstoff, sondern eine Mischung aus vielen stark verdünnten pflanzlichen und mineralischen Einzelmitteln, darunter Arnika, Ringelblume, Kamille, Schafgarbe und Hamamelis. Es wird als Tabletten, Salbe, Tropfen oder Injektion angeboten.
Wofür wird Traumeel beim Hund eingesetzt?
Halter setzen es vor allem bei stumpfen Verletzungen ein, die sich Hunde oft beim Toben zuziehen:
- Prellungen, Blutergüsse und Schwellungen
- Zerrungen und Verstauchungen
- begleitend bei Gelenkbeschwerden (mehr im Ratgeber zu Arthrose und Gelenken)
Formen und Anwendung
Achte beim Kauf auf ein Präparat für Tiere, das Traumeel für Menschen ist dafür nicht gedacht. Tabletten werden innerlich gegeben und lassen sich unter das Futter mischen. Die Salbe wird bei äußeren Prellungen dünn einmassiert, dein Hund sollte sie nicht ablecken. Injektionen gehören ausschließlich in die Hand des Tierarztes.
Wie wird Traumeel dosiert?
Die genaue Dosierung richtet sich nach dem Präparat und der Größe deines Hundes. Als grobe Orientierung nennen Hersteller für Tabletten:
- kleine Hunde: 1 Tablette, 3-mal täglich
- mittelgroße Hunde: 2 Tabletten, 3-mal täglich
- große Hunde: 3 Tabletten, 3-mal täglich
Das ist eine Herstellerangabe, die dein Tierarzt individuell anpassen kann. Halte dich immer an die Packungsbeilage deines konkreten Präparats.
Wann Traumeel nicht geeignet ist
Bei einer bekannten Allergie gegen einen der Bestandteile, besonders gegen Korbblütler wie Arnika, Ringelblume oder Kamille, solltest du auf die Gabe verzichten. Auch bei trächtigen und säugenden Hündinnen ist Vorsicht geboten. Sprich in diesen Fällen mit deinem Tierarzt.
Wann du zum Tierarzt solltest
Fazit
Traumeel ist ein homöopathisches Mittel, das einige Halter bei kleinen Blessuren einsetzen. Ein wissenschaftlicher Wirknachweis fehlt, schaden tut die sachgemäße Anwendung in der Regel nicht. Entscheidend ist, dass du echte Schmerzen und Verletzungen tierärztlich abklären lässt und Traumeel höchstens begleitend nutzt, nach Rücksprache mit deiner Tierarztpraxis.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Schmerzen oder Verletzungen wende dich an deine Tierarztpraxis.