Übergewicht bei Katzen erkennen und gesund abnehmen

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz gesagt: Übergewicht ist das häufigste Ernährungsproblem bei Katzen und belastet Gelenke, Stoffwechsel und Harnwege. Ob deine Katze zu schwer ist, erkennst du gut am Rippencheck und an der Körperform. Abnehmen sollte eine Katze immer langsam und tierärztlich begleitet, denn radikales Hungern kann eine gefährliche Fettleber auslösen.

Dieser Ratgeber ist redaktionell erstellt und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Einen Abnehmplan für deine Katze stimmst du am besten mit der Tierarztpraxis ab.

Woran du Übergewicht erkennst

Du brauchst keine Waage, um eine erste Einschätzung zu bekommen. Es hilft, Rippen und Körperform zu beurteilen, das nennt man Body Condition.

Merkmal Normalgewicht Übergewicht
Rippen Leicht tastbar, nicht sichtbar Nur unter einer Fettschicht tastbar
Taille von oben Leicht erkennbar Kaum oder nicht erkennbar
Bauch Leicht eingezogen Rund, teils hängender Bauch

Wenn du die Rippen nur mit deutlichem Druck spürst und keine Taille mehr erkennst, ist deine Katze wahrscheinlich zu schwer.

Warum Übergewicht schadet

Zu viel Gewicht belastet die Gelenke, begünstigt Stoffwechselprobleme und erhöht das Risiko für Harnwegsbeschwerden. Auch die Beweglichkeit und die Fellpflege leiden, weil sich schwere Katzen schlechter putzen können. Ein schlankes Gewicht ist deshalb einer der wichtigsten Beiträge zu einem gesunden Katzenleben.

So nimmt deine Katze gesund ab

Der wichtigste Grundsatz: langsam und begleitet. Eine Katze darf nicht radikal hungern und nicht zu schnell abnehmen, sonst droht eine gefährliche Fettleber. Sinnvoll sind eine moderat reduzierte, genau abgemessene Menge, feste Portionen statt freiem Napfzugang und das Einrechnen von Leckerlis. Das Tempo legst du am besten mit der Tierarztpraxis fest.

Wie du das Gewicht nach der Kastration im Griff behältst, liest du im Ratgeber Kastrierte Katze und Gewicht. Wie viele Leckerlis in Ordnung sind, erklärt der Ratgeber Gesunde Katzensnacks.

Bewegung als zweiter Hebel

Gerade Wohnungskatzen brauchen Anreize, sich zu bewegen. Kurze, regelmäßige Spieleinheiten, Klettermöglichkeiten und Futterspielzeug, bei dem die Katze für ihr Futter arbeitet, verbrauchen Energie und beugen Langeweile vor. Bewegung ersetzt keine angepasste Menge, unterstützt aber das Abnehmen.

Wann zum Tierarzt

Sprich mit der Tierarztpraxis, bevor deine Katze eine Diät beginnt, damit ihr das Tempo sicher festlegt. Auch plötzliche Gewichtsveränderungen ohne erkennbaren Grund gehören abgeklärt, denn dahinter können Erkrankungen stecken. Frisst eine Katze plötzlich gar nicht mehr, ist das ein eigener Notfall, mehr dazu im Ratgeber Katze frisst nicht.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob meine Katze zu dick ist?
Wenn die Rippen nur unter einer Fettschicht tastbar sind und keine Taille erkennbar ist, ist sie wahrscheinlich übergewichtig.

Wie schnell darf eine Katze abnehmen?
Nur langsam. Radikales Hungern ist gefährlich und kann eine Fettleber auslösen. Das Tempo gehört in tierärztliche Hand.

Reicht weniger Futter zum Abnehmen?
Die Menge ist der wichtigste Hebel, sollte aber moderat reduziert und mit mehr Bewegung kombiniert werden.

Ist ein Spezialfutter nötig?
Nicht zwingend. Wichtiger sind die passende Menge und ein begleiteter Plan.

Fazit

Übergewicht bei Katzen ist häufig, aber gut in den Griff zu bekommen, wenn man es früh erkennt und behutsam angeht. Setze auf angepasste Portionen, mehr Bewegung und tierärztliche Begleitung, niemals auf radikales Hungern. Mehr Grundlagen liest du im Ratgeber zur Katzenernährung, passendes Futter findest du im Katzensortiment.