Getreidefreies Hundefutter
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was bedeutet getreidefrei?
Getreidefreies Futter verzichtet auf Weizen, Mais, Reis und Co. Die Kohlenhydrate kommen stattdessen oft aus Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchten. Getreidefrei heißt also nicht kohlenhydratfrei.
Wann ist es sinnvoll?
Sinnvoll ist getreidefreies Futter bei einer echten Unverträglichkeit oder Allergie gegen Getreide. Diese ist jedoch seltener als oft angenommen. Häufiger reagieren Hunde auf eine bestimmte tierische Eiweißquelle. Ob wirklich Getreide der Auslöser ist, lässt sich am besten über eine Ausschlussdiät klären.
Die Diskussion um die Herzgesundheit
Getreidefreie Futter mit hohem Anteil an Hülsenfrüchten oder Kartoffeln wurden in Untersuchungen mit einer Herzmuskelerkrankung (DCM) in Verbindung gebracht. Die Ursache ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt, ein Zusammenhang aber nicht ausgeschlossen.
Worauf du achten solltest
Wichtiger als das Etikett getreidefrei sind eine hochwertige, klar deklarierte Eiweißquelle und eine ausgewogene Gesamtrezeptur. Daran erkennst du gutes Futter, mit oder ohne Getreide.
Häufige Fragen
Ist getreidefrei gesünder?
Nicht automatisch. Entscheidend ist die Gesamtqualität.
Woran erkenne ich eine Getreideallergie?
Am zuverlässigsten über eine tierärztlich begleitete Ausschlussdiät.
Ist getreidefrei schädlich?
Nicht per se. Bei hohem Hülsenfruchtanteil gibt es aber eine offene Diskussion zur Herzgesundheit.
Fazit
Getreidefrei ist kein Qualitätssiegel. Für gesunde Hunde ist Getreide gut verträglich, und bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit hilft eine gezielte Abklärung mehr als ein pauschaler Wechsel. Passendes Futter findest du in unserer Hundefutter-Kollektion.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung.