Der Bichon Frisé stammt aus dem Mittelmeerraum und war jahrhundertelang der Liebling europäischer Höfe. Sein Job war und ist es, Gesellschaft zu leisten, und das tut er mit einer Fröhlichkeit, die ansteckend wirkt.
Sein Wesen ist gesellig und ausgeglichen: Er liebt Menschen, kommt mit Kindern und Artgenossen gut zurecht und zeigt selten Schärfe. Als Wachhund ist er ungeeignet, als Stimmungsaufheller unschlagbar.
Sein Bewegungsbedarf ist moderat, sein Bedürfnis nach Nähe groß. Der Bichon will dabei sein und leidet unter langem Alleinsein. Trickdogging und Suchspiele halten den cleveren Kleinen zufrieden.
Das lockige, weiche Fell haart praktisch nicht, weshalb die Rasse für manche Allergiker interessant ist. Der Preis dafür ist hoher Pflegeaufwand: Ohne regelmäßiges Kämmen verfilzt die Wolle bis auf die Haut, alle vier bis sechs Wochen steht ein Termin beim Hundefriseur an.
Gesundheitlich fallen bei der Rasse vor allem Hautthemen und Allergien auf, dazu Zahnstein im kleinen Kiefer, Patellaluxation und Tränenflecken am weißen Fell. Mit guter Routine wird der Bichon zuverlässig über zwölf Jahre alt.