Blutohr beim Hund
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was ist ein Blutohr?
Beim Blutohr sammelt sich Blut zwischen Haut und Knorpel der Ohrmuschel. Die Ohrmuschel schwillt dadurch prall an und fühlt sich weich und warm an. Für den Hund ist das unangenehm, oft schüttelt er noch mehr mit dem Kopf.
Wie es entsteht
Fast immer steckt ein Reiz im Ohr dahinter: eine Ohrenentzündung, Ohrmilben oder eine Allergie. Der Hund schüttelt heftig den Kopf oder kratzt, und dabei platzt ein kleines Blutgefäß. Deshalb reicht es nicht, nur die Schwellung zu behandeln, die Ursache muss mit weg.
Typische Anzeichen
- prall geschwollene, weiche Ohrmuschel
- Wärme und Berührungsempfindlichkeit
- häufiges Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr
Behandlung
Der Tierarzt entlastet die Schwellung und behandelt je nach Fall konservativ oder operativ. Genauso wichtig ist die Behandlung der Ursache im Ohr, damit das Kopfschütteln aufhört und kein neues Blutohr entsteht.
Häufige Fragen
Ist ein Blutohr gefährlich?
Es ist meist nicht lebensbedrohlich, aber schmerzhaft und sollte behandelt werden, auch um Verformungen des Ohrs zu vermeiden.
Geht ein Blutohr von allein weg?
Manchmal bildet es sich zurück, oft aber mit Verformung. Besser tierärztlich behandeln lassen.
Warum kommt es wieder?
Weil die Ursache im Ohr (Entzündung, Milben, Allergie) nicht behandelt wurde.
Darf ich es zu Hause aufstechen?
Nein, auf keinen Fall. Das gehört in tierärztliche Hände.
Fazit
Ein Blutohr ist eine blutgefüllte Schwellung der Ohrmuschel, meist ausgelöst durch heftiges Kopfschütteln bei einem Ohrproblem. Wichtig ist, beides zu behandeln: die Schwellung und die Ursache im Ohr. Stich es nie selbst auf. Mehr rund ums Ohr unter Ohrenentzündung.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei einer geschwollenen Ohrmuschel wende dich an deine Tierarztpraxis.