Entwurmung beim Hund
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Warum entwurmen wichtig ist
Würmer wie Spul-, Haken- oder Bandwürmer leben im Darm und können den Hund schwächen, gerade Welpen. Einige Arten sind zudem auf den Menschen übertragbar. Regelmäßige Entwurmung oder Kontrolle hält das Risiko klein.
Wie oft entwurmen?
- Standardrisiko: häufig etwa viermal im Jahr.
- Höheres Risiko: öfter, etwa bei rohem Fleisch, Jagdhunden oder Haushalten mit kleinen Kindern.
- Welpen: nach einem festen Schema, meist ab etwa der zweiten bis dritten Lebenswoche.
Wurmkur oder Kotuntersuchung?
Statt in festen Abständen blind zu entwurmen, kannst du in vielen Fällen auch regelmäßig eine Kotprobe untersuchen lassen und nur bei Nachweis gezielt behandeln. Das reduziert unnötige Medikamentengaben. Bei hohem Risiko oder in Haushalten mit Kindern ist dagegen oft die regelmäßige Entwurmung sinnvoller.
So beugst du zusätzlich vor
- Konsequenter Flohschutz, da Flöhe Bandwürmer übertragen, siehe Bandwurm beim Hund.
- Kot zügig entfernen und auf Hygiene achten.
- Rohes Fleisch nur aus sicherer Quelle füttern.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich entwurmen?
Je nach Risiko, oft etwa viermal im Jahr, bei höherem Risiko häufiger.
Wurmkur oder Kotprobe, was ist besser?
Beides ist möglich. Die Kotuntersuchung behandelt gezielter, die Wurmkur ist einfacher. Der Tierarzt berät.
Schützt eine Wurmkur dauerhaft?
Nein, sie wirkt nur gegen einen aktuellen Befall. Danach ist erneute Ansteckung möglich.
Sind Würmer für Menschen gefährlich?
Manche Arten ja, deshalb sind Hygiene und Vorsorge wichtig.
Fazit
Entwurmung schützt Hund und Mensch. Wie oft und auf welchem Weg, ob feste Wurmkur oder Kotuntersuchung nach Bedarf, richtet sich nach dem Risiko deines Hundes und gehört mit dem Tierarzt abgestimmt. Mehr rund um Parasiten im Parasiten-Ratgeber.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Den passenden Entwurmungsplan legst du gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis fest.