Blasenentzündung beim Hund
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Typische Anzeichen
- häufiges Urinieren in kleinen Mengen
- Pressen und sichtbare Anstrengung beim Pinkeln
- Blut im Urin oder veränderter Geruch
- vermehrtes Lecken im Genitalbereich
- Unsauberkeit trotz Stubenreinheit
Mögliche Ursachen
- Bakterien: die häufigste Ursache.
- Harnsteine oder Kristalle: reizen die Blase zusätzlich.
- Begünstigend: Hündinnen sind durch die kürzere Harnröhre häufiger betroffen.
Diagnose und Behandlung
Der Tierarzt untersucht den Urin und behandelt je nach Ursache, bei bakterieller Entzündung meist mit Antibiotika. Bei Steinen oder Kristallen kommen eine spezielle Diät oder in manchen Fällen ein Eingriff dazu. Wichtig ist, die Behandlung vollständig durchzuziehen, auch wenn die Symptome schon nachlassen.
Was du im Alltag tun kannst
- Immer frisches Wasser bereitstellen, gern auch feuchtes Futter.
- Häufige Gelegenheiten zum Lösen geben, damit die Blase nicht zu lange voll ist.
- Die Behandlung wie verordnet zu Ende führen.
Häufige Fragen
Geht eine Blasenentzündung von allein weg?
Besser nicht darauf warten. Unbehandelt kann sie sich verschlimmern und aufsteigen.
Woran erkenne ich sie?
An häufigem Urinieren in kleinen Mengen, Pressen und oft Blut im Urin.
Kann ich zu Hause helfen?
Ja, durch viel Trinken und häufige Gassirunden. Die Behandlung gehört aber zum Tierarzt.
Wann ist es ein Notfall?
Wenn dein Hund presst, aber kein Urin kommt, besonders bei Rüden.
Fazit
Eine Blasenentzündung ist unangenehm und sollte zügig tierärztlich behandelt werden, damit sie nicht aufsteigt. Achte auf häufiges Pinkeln, Pressen und Blut im Urin, sorge für viel Trinken und führe die Behandlung vollständig durch. Mehr im Ratgeber zu Nieren, Leber und Harnwegen.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei Blut im Urin oder erfolglosem Pressen wende dich sofort an deine Tierarztpraxis.