IBD beim Hund
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Was ist IBD?
Bei der IBD ist die Darmschleimhaut dauerhaft entzündet, wodurch die Verdauung und die Nährstoffaufnahme gestört sind. Das erklärt die wiederkehrenden Beschwerden und den Gewichtsverlust trotz Fressens. IBD verläuft chronisch, also über längere Zeit und in Schüben.
Typische Anzeichen
- wiederkehrendes Erbrechen oder Durchfall
- Gewichtsverlust trotz Appetit
- veränderter oder wechselnder Appetit
- teils Schleim oder Blut im Kot
Diagnose
IBD ist eine Ausschlussdiagnose. Der Tierarzt schließt zuerst andere Ursachen wie Parasiten, eine Futterallergie oder Infektionen aus. Für die Sicherung ist oft eine Gewebeprobe (Biopsie) nötig. Das ist wichtig, weil die Behandlung sich nach der genauen Ursache richtet.
Behandlung und Ernährung
IBD ist nicht heilbar, aber gut steuerbar. Zentral ist eine individuell abgestimmte Ernährung, oft eine Ausschluss- oder hydrolysierte Diät, teils ergänzt durch Medikamente. Ziel ist, die Schübe zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhalten. Die genaue Strategie legt der Tierarzt fest.
Häufige Fragen
Ist IBD heilbar?
Nicht heilbar, aber mit Ernährung und gegebenenfalls Medikamenten meist gut kontrollierbar.
Wie wird IBD festgestellt?
Über den Ausschluss anderer Ursachen und oft eine Gewebeprobe.
Welche Ernährung hilft?
Meist eine individuell abgestimmte Ausschluss- oder Spezialdiät, tierärztlich begleitet.
Ist IBD dasselbe wie eine Futterallergie?
Nein, aber eine Futterallergie muss vorher ausgeschlossen werden.
Fazit
IBD ist eine chronische Darmentzündung mit wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden und Gewichtsverlust. Sie braucht eine sorgfältige Diagnose und eine individuell abgestimmte, tierärztlich begleitete Ernährung. Bei chronischen Beschwerden nicht selbst behandeln. Mehr im Ratgeber Verdauung.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei chronischen Magen-Darm-Beschwerden wende dich an deine Tierarztpraxis.