Zwei Sinne, die täglich Aufmerksamkeit brauchen
Tränenspuren unter den Augen, ein Hund, der ständig den Kopf schüttelt oder sich am Ohr kratzt, ein süßlicher Geruch aus dem Ohr: Augen und Ohren gehören zu den Stellen, an denen kleine Themen schnell zu großen werden, weil sie feucht, warm und schlecht belüftet sind. Die gute Nachricht: Beide lassen sich mit zwei Minuten Pflege in der Woche sauber und im Gleichgewicht halten, und wer regelmäßig hinschaut, erkennt Veränderungen früh.
Augen: Tränenstein, Pollen und trockene Luft
Tränenflüssigkeit hält das Auge sauber. Wenn mehr davon produziert wird als abfließen kann, läuft sie außen ab und hinterlässt die rötlich-braunen Spuren, die man bei hellen Hunden so gut sieht. Auslöser sind Pollen und Gräser im Frühjahr, Zugluft und Heizungsluft, Haare, die ins Auge reiben, oder verengte Tränenkanäle bei kurznasigen Rassen. Die Spuren selbst sind harmlos, aber die feuchte Haut darunter ist ein Nährboden für Bakterien und Hefen. Sanftes, regelmäßiges Reinigen hält die Region trocken und sauber.
Ohren: warum Schlappohren häufiger betroffen sind
Der Gehörgang des Hundes ist lang und abgeknickt, bei Schlappohren zusätzlich abgedeckt. Dort staut sich Wärme und Feuchtigkeit, und Ohrenschmalz, Wasser vom Schwimmen oder Grannen bleiben liegen. Hefen und Bakterien, die in kleiner Zahl zum normalen Ohrenmilieu gehören, vermehren sich dann schnell. Erste Zeichen sind Kopfschütteln, Kratzen, ein süßlich-muffiger Geruch und dunkler Belag. Regelmäßiges Reinigen hält das Milieu im Gleichgewicht, besonders nach dem Baden und in der Pollenzeit.
Augenreiniger, Ohrreiniger oder Set
- Sinneswohl Augenreiniger: pH-balancierte Lösung mit Heidekraut- und Mädesüß-Extrakt, entfernt Schmutz, Ablagerungen und Tränenstein. Auf einen Wattebausch geben, von innen nach außen und vom Auge weg wischen. Für Hunde und Katzen, für die tägliche Anwendung geeignet.
- Sinneswohl Ohrreiniger: mit Propolis- und Meerrettichextrakt, reinigt den äußeren Gehörgang und unterstützt ein gesundes Ohrenmilieu. In den Gehörgang träufeln, Ohrbasis massieren, den Hund schütteln lassen, außen abtupfen. Nach dem Schwimmen und bei Bedarf, für Hunde und Katzen.
- Das Sinneswohl Augen & Ohren-Set bringt beide Reiniger zusammen, günstiger als einzeln.
So wird die Pflege zur Routine
Einmal die Woche reicht als Basis, in der Pollenzeit und nach jedem Schwimmen öfter. Am besten nach dem Spaziergang, wenn der Hund entspannt ist: Augen zuerst, mit jeweils einem frischen Wattebausch pro Auge, dann die Ohren. Beim Ohr den Hund nach dem Einträufeln schütteln lassen, so kommt der Schmutz von selbst nach oben. Loben, Leckerli, fertig. Nach zwei bis drei Wochen ist das für die meisten Hunde ein normaler Teil des Tages.
Woran du merkst, dass es wirkt
Die Tränenspuren werden innerhalb von ein bis zwei Wochen heller und die Haut darunter trocken. Das Ohr riecht nach der ersten Reinigung neutral, der dunkle Belag bleibt nach zwei bis drei Anwendungen aus, und das Kopfschütteln hört auf. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hund Ohren reinigen.
Wann du zum Tierarzt solltest
Bei zugekniffenen Augen, trüber Hornhaut, gelbem oder grünem Ausfluss, sichtbarer Rötung, Schwellung oder Verletzung ist das Auge ein Notfall, denn Augen verzeihen keine Verzögerung. Beim Ohr bei starkem Geruch, Schmerzen bei Berührung, Schiefhalten des Kopfes, Ausfluss oder wenn der Hund trotz Reinigung weiter schüttelt. Reinigungsprodukte pflegen gesunde Augen und Ohren, sie behandeln keine Entzündung. Bei Schmerzen oder Verdacht auf ein Trommelfellproblem nicht selbst reinigen.