Ohrrandnekrose beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

Bild von Stela E. Seemann

Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz beantwortet
Bei einer Ohrrandnekrose entzündet sich der Rand der Ohrmuschel und das Gewebe wird geschädigt, im Verlauf kann es absterben. Typisch sind Krusten, Schuppen, offene Stellen und Verluste am Ohrrand, oft mit Juckreiz und Schmerz. Das ist eine ernste, tierärztlich abzuklärende Erkrankung. Je früher die Ursache gefunden und behandelt wird, desto besser die Aussichten.

Was ist eine Ohrrandnekrose?

Es handelt sich um eine Entzündung und Gewebeschädigung am Rand der Ohrmuschel, bei der betroffenes Gewebe absterben kann. Häufiger betroffen sind Hunde mit Hängeohren und bestimmte Rassen. Weil dahinter sehr unterschiedliche Ursachen stecken können, ist die tierärztliche Abklärung zentral.

Mögliche Ursachen

  • genetische Veranlagung und Anatomie
  • Verletzungen, etwa durch Bisse oder Stöße
  • bakterielle oder Pilzinfektionen
  • Allergien
  • Schäden durch starke Sonne oder Kälte
  • Durchblutungsstörungen
  • Autoimmunerkrankungen

Symptome

  • Rötung und Schwellung der Ohrränder
  • Schmerz und Empfindlichkeit bei Berührung
  • Juckreiz, Kratzen oder Kopfschütteln
  • Krusten, Schuppen oder offene Wunden
  • teilweiser Verlust von Ohrrandgewebe
  • unangenehmer Geruch oder Ausfluss

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und gehört in tierärztliche Hand. Je nach Auslöser kommen entzündungshemmende, antibakterielle oder antimykotische Medikamente zum Einsatz, dazu eine sorgfältige Wundpflege nach tierärztlicher Anleitung. Ein Leckschutz verhindert weiteres Kratzen und Scheuern. Steckt eine Allergie oder Autoimmunerkrankung dahinter, wird diese gezielt mitbehandelt. In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein.

Absterbendes Gewebe und offene Wunden am Ohr gehören zeitnah in tierärztliche Behandlung. Warte nicht ab und experimentiere nicht mit Hausmitteln oder Salben auf eigene Faust, unbehandelt kann sich die Nekrose ausweiten oder infizieren.

Prognose

Wird die Ohrrandnekrose früh erkannt und die Ursache behandelt, erholen sich viele Hunde vollständig. Bleibt die Grundursache bestehen, kann sie chronisch werden oder wiederkehren. Regelmäßige Kontrollen helfen, den Verlauf im Blick zu behalten.

Fazit

Die Ohrrandnekrose ist eine ernste Erkrankung, bei der es auf frühes Handeln ankommt. Achte auf Krusten, offene Stellen und Juckreiz am Ohrrand und lass die Ursache tierärztlich klären, damit dein Hund die passende Behandlung bekommt.

Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Veränderungen am Ohr wende dich an deine Tierarztpraxis.

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