Mastzelltumor beim Hund

Bild von Stela E. Seemann

Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz beantwortet
Mastzelltumoren gehören zu den häufigsten Hauttumoren beim Hund und reichen von eher gutartigem bis zu aggressivem Verhalten. Sie sind wahre Verwandlungskünstler: Sie können wie eine Warze, ein Knoten oder ein Insektenstich aussehen und ihre Größe sogar von Tag zu Tag ändern. Jede neue, wachsende oder schwankende Hautveränderung sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden. Je früher, desto besser für die Prognose.

Was ist ein Mastzelltumor?

Mastzellen gehören zum Immunsystem und enthalten Botenstoffe wie Histamin. Entartet eine Mastzelle, entsteht ein Tumor, der meist in oder unter der Haut sitzt. Das Tückische: Mastzelltumoren sehen sehr unterschiedlich aus, weshalb man ihnen von außen nicht ansieht, wie gefährlich sie sind.

Woran du sie erkennst

  • Knoten in oder unter der Haut, einzeln oder mehrfach
  • Größe kann schwanken, der Knoten kann anschwellen und wieder kleiner werden
  • Rötung, Juckreiz oder Reizung an der Stelle
  • kann überall am Körper auftreten
Lass jeden neuen, wachsenden oder in der Größe schwankenden Hautknoten tierärztlich abklären, am besten mit einer Feinnadelaspiration. Drücke oder reize den Knoten nicht, das kann eine Ausschüttung von Botenstoffen auslösen. Je früher ein Mastzelltumor erkannt und entfernt wird, desto besser sind die Aussichten.

Diagnose und Behandlung

Über eine Feinnadelaspiration lassen sich Mastzellen oft schon erkennen, die Sicherheit und der Grad (Grading) kommen aus der Gewebeuntersuchung nach der Entfernung. Behandelt wird meist chirurgisch mit ausreichendem Sicherheitsabstand, je nach Grad und Ausbreitung ergänzt durch Bestrahlung oder Medikamente. Der Tumorgrad bestimmt maßgeblich die Prognose.

Gutartige Verwechslung

Nicht jeder Hautknoten ist bösartig. Gerade bei jungen Hunden ist etwa ein Histiozytom eine häufige, gutartige Verwechslungsmöglichkeit. Genau deshalb ist die Abklärung so wichtig, statt zu raten.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich einen Mastzelltumor?
Gar nicht sicher von außen, er kann harmlos aussehen. Nur die tierärztliche Untersuchung gibt Klarheit.

Ist er immer bösartig?
Nein, das Verhalten reicht von eher gutartig bis aggressiv. Der Grad entscheidet.

Warum soll ich nicht daran drücken?
Weil dabei Botenstoffe freigesetzt werden können, die Reaktionen auslösen.

Wie sind die Heilungschancen?
Bei früher Erkennung und niedrigem Grad oft gut. Deshalb zählt schnelles Handeln.

Fazit

Mastzelltumoren sind häufig und heimtückisch, weil sie sich so unterschiedlich zeigen. Die wichtigste Regel: Jeden verdächtigen oder sich verändernden Hautknoten früh tierärztlich abklären lassen, nicht abwarten und nicht daran herumdrücken. Mehr rund um die Haut im Ratgeber zu Haut und Fell.

Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei einem verdächtigen Hautknoten wende dich an deine Tierarztpraxis.

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