Tränende Augen beim Hund: Ursachen, Symptome und Lösungen
Autor: Stela E. Seemann
Hundeernährungsberaterin
Warum tränt das Auge?
- Harmlose Reize: Wind, Staub, Zugluft.
- Rassebedingt: kurze Schnauzen und Hautfalten begünstigen Tränenfluss.
- Verstopfter Tränenkanal: die Tränen laufen über statt abzufließen.
- Reizung oder Allergie.
- Entropium: ein einwärts gerolltes Lid reizt das Auge dauerhaft.
- Fremdkörper oder Infektion.
Harmlos oder abklären?
Gelegentliches Tränen bei Wind ist meist harmlos. Braune Tränenspuren sind oft nur ein kosmetisches Thema. Anhaltendes Tränen oder Begleitzeichen wie Rötung und Ausfluss sollten aber untersucht werden, gerade bei Rassen mit Neigung zum Entropium.
Was du tun kannst
- Den Augenbereich sanft mit Wasser oder einem feuchten Tuch reinigen.
- Das Fell rund ums Auge kurz halten, damit es nicht reizt.
- Auf Zugluft und Staub achten.
- Bei anhaltendem Tränen oder Schmerzen zum Tierarzt.
Häufige Fragen
Sind tränende Augen schlimm?
Oft nicht. Bei Dauer, Schmerzen oder Rötung aber abklären lassen.
Was sind braune Tränenspuren?
Meist ein kosmetisches Thema. Anhaltendes Tränen dahinter sollte aber geprüft werden.
Darf ich Augentropfen geben?
Keine Human-Präparate ohne tierärztliche Anweisung.
Wann zum Tierarzt?
Bei anhaltendem Tränen, Schmerzen, Rötung oder Ausfluss.
Fazit
Tränende Augen sind häufig harmlos, können aber auf verstopfte Tränenkanäle, ein Entropium oder eine Reizung hinweisen. Halte den Bereich sauber und lass anhaltendes Tränen oder Begleitzeichen tierärztlich abklären. Verwandtes Thema: das Gerstenkorn beim Hund.
Dieser Ratgeber gibt Orientierung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei anhaltend tränenden oder gereizten Augen wende dich an deine Tierarztpraxis.