Katzenfutter richtig umstellen: so klappt der Wechsel

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Kurz gesagt: Stelle das Futter deiner Katze langsam über etwa sieben bis zehn Tage um, indem du das neue Futter schrittweise unter das gewohnte mischst. So vermeidest du Verdauungsprobleme und Futterverweigerung. Wichtig: Eine Katze darf beim Umstellen nie längere Zeit hungern, das kann gefährlich werden.

Dieser Ratgeber ist redaktionell erstellt und ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Warum langsam umstellen

Katzen sind Gewohnheitstiere und reagieren empfindlich auf abrupte Wechsel. Ein plötzlicher Futterwechsel kann zu Verdauungsproblemen wie Durchfall führen oder dazu, dass die Katze das neue Futter komplett verweigert. Ihre Verdauung braucht Zeit, sich an neue Zutaten zu gewöhnen. Deshalb ist Geduld der wichtigste Teil einer Umstellung.

Schritt für Schritt

Bewährt hat sich, den Anteil des neuen Futters langsam zu erhöhen:

Zeitraum Gewohntes Futter Neues Futter
Tag 1 bis 3 etwa drei Viertel etwa ein Viertel
Tag 4 bis 6 etwa die Hälfte etwa die Hälfte
Tag 7 bis 9 etwa ein Viertel etwa drei Viertel
Ab Tag 10 komplett neues Futter

Bei empfindlichen Katzen darfst du dir ruhig mehr Zeit lassen und die Schritte weiter strecken. Beobachte Verdauung und Appetit und gehe einen Schritt zurück, wenn es Probleme gibt.

Wenn deine Katze das neue Futter verweigert

Manche Katzen sind besonders wählerisch. Diese Kniffe können helfen: das neue Futter bei Zimmertemperatur anbieten, Nassfutter leicht anwärmen, den neuen Anteil zunächst sehr klein halten und langsamer steigern. Vermeide es, mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern. Bleibt die Katze hartnäckig, kehre zu einem höheren Anteil des gewohnten Futters zurück und taste dich langsamer heran.

Wichtig: nie hungern lassen

Eine Katze sollte beim Umstellen niemals über längere Zeit gar nichts fressen. Verweigert sie über etwa ein bis zwei Tage das Futter, ist das ein ernstes Signal, denn eine Fresspause kann bei Katzen zu einer gefährlichen Fettleber führen. Mehr dazu im Ratgeber Katze frisst nicht. Im Zweifel lieber vorübergehend beim gewohnten Futter bleiben und die Umstellung später erneut ruhig angehen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Futterumstellung?
In der Regel sieben bis zehn Tage, bei empfindlichen Katzen gern länger.

Warum hat meine Katze nach dem Wechsel Durchfall?
Oft war die Umstellung zu schnell. Gehe einen Schritt zurück und erhöhe den neuen Anteil langsamer.

Kann ich Trocken- auf Nassfutter umstellen?
Ja, nach demselben Prinzip. Manche Katzen brauchen dabei etwas mehr Geduld.

Was, wenn meine Katze das neue Futter gar nicht anrührt?
Kehre zum gewohnten Futter zurück, taste dich langsamer heran und lass sie nicht hungern.

Fazit

Eine Futterumstellung gelingt mit Geduld: langsam mischen, die Katze beobachten und sie nie hungern lassen. Mehr Grundlagen liest du im Ratgeber zur Katzenernährung, passendes Futter findest du im Katzensortiment.